Aktuelle GfK-Studie „Wie baden die Deutschen?“


Aktuelle GfK-Studie „Wie baden die Deutschen?“

Entspannt baden: Männer lehnen sich zurück, Frauen sind aktiv

Frankfurt am Main, 14. Juni 2013.  Wie in vielen Lebensbereichen legen Männer und Frauen auch beim Thema Baden unterschiedliches Verhalten an den Tag. Während 41 Prozent aller Männer beim Baden entspannen, indem sie nichts tun, nutzen 82 Prozent aller Frauen die Zeit in der Wanne für Beauty-Rituale und andere Aktivitäten. Musikhören steht bei beiden Geschlechtern hoch im Kurs.


Was gibt es Schöneres, als nach einem anstrengenden Tag in der wohlig warmen Badewanne zu entspannen? Die Initiative Blue Responsibility, ein Zusammenschluss aus 24 führenden Badherstellern, wollte es genauer wissen und beauftragte eine GfK-Studie zum Thema „Wie und warum baden die Deutschen?“ Das Ergebnis: Baden ist eine individuelle Angelegenheit. Viele nutzen die Auszeit in der Wanne zum Entspannen, jedoch auf unterschiedliche Art und Weise. So gehen 43,1 Prozent aller befragten Frauen während des Badens Beauty-Ritualen wie Rasieren oder Fußpflege nach, knapp gefolgt von der Tätigkeit Lesen (42,1 %). Mehr als jede zehnte Frau (12,8 %) kann sich selbst in der Badewanne nicht von ihrem Handy trennen und nutzt die Zeit zum Telefonieren oder SMS schreiben. Auch Essen und Getränke kommen bei fast jeder zehnten Frau (9,8 %) mit ins Badezimmer.

Männer sind hier weniger multitasking-willig: 41,2 Prozent der Befragten gaben an, sich ausschließlich zu entspannen. Mit Lesen beschäftigt sich nur knapp ein Viertel der Männer (24,5 %), das Handy sowie Essen und Getränke bleiben bei einem Großteil der Herren draußen (4,7 % nutzen ein Telefon, 2,9 % essen oder trinken). Musikhören beim Baden ist hingegen bei beiden Geschlechtern beliebt: 32,6 Prozent der Männer und 48,2 Prozent der Frauen relaxen mit Musik.

Beamte lesen, Azubis machen sich hübsch
Welcher Nebenbeschäftigung die Deutschen am liebsten nachgehen, unterscheidet sich nicht nur nach Geschlecht: Beruf, Haushaltseinkommen und der Wohnort spielen ebenfalls eine Rolle. Beamte zum Beispiel lesen besonders gerne in der Badewanne. Fast die Hälfte (45,9 %) widmet sich einem guten Buch, einer Zeitung oder Zeitschrift. Azubis, Arbeiter und Angestellte hören hauptsächlich Musik. Doch auch Beauty-Rituale werden bei Auszubildenden häufig mit dem Baden kombiniert (44,1 %). Während sich Personen mit einem monatlichen Haushaltseinkommen von 3.000 Euro und mehr vornehmlich auf ihre Entspannung konzentrieren (66,5 %), nutzen Personen mit einem Haushaltseinkommen von unter 1.000 Euro die Badezeit beispielsweise für Beauty-Rituale (49,1 %) oder lesen (30,7 %). Besonders relaxt baden übrigens die Schleswig-Holsteiner: 42 Prozent genießen das Nichtstun. Die meisten Nebenbeschäftigungen haben die Sachsen, denn nur 11,4 Prozent genießen ausschließlich das Badeerlebnis selbst.

Entspannung alleine oder zu zweit
Auch bei der Motivation für ein Bad gibt es einen klaren Favoriten: 85,2 Prozent aller Befragten gaben Entspannung als Hauptgrund an. Besonders wichtig ist dieser Aspekt Nutzern in großen Haushalten. 93,7 Prozent der Befragten, die in Haushalten mit vier und mehr Personen leben, nutzen ein heißes Bad für eine Auszeit vom trubeligen Familienleben. Bei Ein-Personen-Haushalten sind es hingegen nur 76,3 Prozent.

Badevergnügen zu zweit ist vor allem bei jungen Personen beliebt: Im Alter zwischen 18 und 29 Jahren badet fast ein Viertel der Befragten (23,4 %) gemeinsam. Auch regional gibt es Unterschiede: Während 24,9 Prozent aller Sachsen gerne zu zweit baden, sind es in NRW nur 9,3 Prozent.

Baden mit gutem Gewissen
Deutschland gehört zu den Vorreitern, wenn es um das Thema Nachhaltigkeit geht. Daher haben viele Nutzer Bedenken bei dem Gedanken an ein Vollbad. Doch wer gerne badet, muss kein schlechtes Gewissen haben. Mit 121 Litern durchschnittlichem Verbrauch pro Kopf und Tag zählt Deutschland bereits jetzt zur Spitze der Wassersparnationen und nutzt außerdem lediglich 17 Prozent seiner Wasserreserven. „Nachhaltigkeit hat viele Facetten und beschränkt sich nicht nur auf Wassersparen“, erklärt Wolfgang Burchard, Sprecher der Nachhaltigkeitsinitiative Blue Responsibility. „Auch umweltschonende Produktionsverfahren, langlebige Produkte und soziale Gesichtspunkte spielen eine wichtige Rolle. Das Bad entwickelt sich immer mehr zu einem Erholungsraum für Körper und Geist. Dieser gesundheitliche Aspekt ist ein Teil der Klaviatur von Nachhaltigkeit“, resümiert Wolfgang Burchard. So setzt sich die deutsche Sanitärindustrie in vielerlei Hinsicht für Nachhaltigkeit ein.

Weitere Informationen unter www.blue-responsibility.com und www.bewegung-im-bad.net.


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